By - - Kommentare deaktiviert für Die Tage vor den Tagen – PMS und seine Folgen

Es ist ein monatlich wiederkehrendes Phänomen, welches viele Frauen fest im Griff hat und ihnen die Tage vor ihrer Menstruation mächtig verdirbt. Manchmal kann das sogenannte PMS, das prämenstruelle Syndrom, schlimmer sein, als die Periodentage selbst.

Doch was kann dagegen getan werden, dass diese Zeit so unangenehm empfunden wird und betrifft es jede Frau?

Das prämenstruelle Syndrom und seine Auswirkungen

Zuerst sei gesagt, dass nicht alle Frauen gleichstark unter den Tagen vor den Tagen leiden. Manche erleben diese als ganz normal und haben keinerlei Symptome. Betroffene Frauen leiden unterschiedlich stark, doch können die Auswirkungen heftig sein und einen normalen Tagesablauf kaum mehr zulassen. Häufige Beschwerden sind Spannungsgefühle in den Brüsten, die so stark ausfallen, dass das Ausziehen des BHs am Ende des Tages zur Qual wird. Unerklärliche Müdigkeit ist ebenfalls ein häufig auftretendes Symptom, ebenso wie Heißhungerattacken, die kaum zu kontrollieren sind.

Oft stehen dann Süßigkeiten besonders hoch im Kurs und lassen den ohnehin schon angeschwollenen und empfindlichen Bauch noch stärker hervortreten. Ausgelöst werden diese Beschwerden durch ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt. Weshalb es einige Frauen stärker betrifft als andere, konnte bisher nicht abschließend geklärt werden. Möglicherweise liegt eine Gelbkörperschwäche vor, die anzeigt, dass das Hormon Progesteron nicht ausreichend vorhanden ist. Daher gerät der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht und dies führt zu den Beschwerden, die sich auch in starken Unterleibsschmerzen, Schlafstörungen und Gereiztheit äußern können.

Was kann gegen PMS getan werden?

Gegen die Schmerzen können Tabletten für eine gewisse Zeit Linderung bringen und auch andere Medikamente können eingesetzt werden. Doch welche Frau möchte sich Monat für Monat mit Tabletten behelfen, nur um ihr Leben einigermaßen normal bestreiten zu können? Besser und gesünder ist es generell auf den Körper zu achten und ihn mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Dabei hat die Ernährung einen großen Einfluss. Gesunde und vitaminreiche Nahrung hilft, den Körper gesund zu halten und dies nicht nur vor und an den Tagen der Periode. Auf Nikotin und andere Genussmittel zu verzichten, kann ebenfalls helfen und die Symptome dauerhaft lindern.

Gegen Aggressionsschübe kann gezielt eingesetzte Bewegung ein gutes Mittel sein und sich mit einer Wärmflasche am Abend ins Bett zu legen hilft, die schlimmsten Schmerzen auf sanfte Art zu kurieren. Generell sollte jedoch darauf geachtet werden, den Lebensstil auf eine möglichst gesunde Stufe zu bringen. Denn wer zwischen den Tagen Raubbau mit dem eigenen Körper betreibt, muss sich nicht wundern, wenn dieser irgendwann zurückschlägt. Dabei ist PMS medizinisch belegt und nichts, was die betroffenen Frauen sich einbilden oder ausdenken, um ihre Ruhe zu haben. Der weibliche Zyklus ist ein diffiziles Geflecht und anhängig von vielen unterschiedlichen Faktoren. Und so wie jeder Mensch individuell ist, sind es auch die Zyklen der Frauen unterschiedlich ausgeprägt.

Was tun, wenn die Tage nicht auszuhalten sind?

Wenn die Symptome so schwerwiegend sind, dass kein normales Leben mehr möglich ist, sollte der Gang zum Arzt bewogen werden. Dieser wird unter Umständen eine medikamentöse Therapie anordnen und durch ein hormonelles Verhütungsmittel, wie beispielsweise die Pille, den Eisprung verhindern und somit die Symptome lindern. Auch stimmungsaufhellende Präparate können zum Einsatz kommen. Diese Maßnahmen sollten jedoch nur in wirklich schweren Fällen angewendet werden.

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