Ökomonitoring: Gifte in Superfoods

Während auf Bio-Waren in Deutschlands meist Verlass ist, stehen sogenannte Superfoods, wie Chia-Samen, Goji-Beeren oder Weizengras immer häufiger im Verdacht alles andere als „Bio“ oder „Öko“ zu sein. Wir klären auf!

Falsche Siegel führen Käufer in die Irre

Superfoods tragen die Bezeichnung „Öko“ und „Bio“ oft zu unrecht. Das geht aus einem Bericht des Bundeslandes Baden-Württemberg hervor. Bei gut jeder dritten Probe sind solche Siegel irreführend, da sie teils deutlich überhöhte Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aufweisen, so die Aussage von Agrarminister Peter Hauk von der CDU.

Rückstände besonders häufig in Superfoods

Die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Baden-Württembergs (CVUAs) nahmen 2016 mehr als 600 Bio-Produkte unter die Lupe. Bei frischem Gemüse und Obst mit einem Bio-Siegel, lag die Beanstandungsquote 2016 demnach bei 1,1 Prozent. Bei verarbeitenden Erzeugnissen, zu denen auch Superfoods zählen, war der Wert hingegen mit 5,5 Prozent fünfmal so hoch. Die bedenklichen Rückstände wurden dabei in einer Probe Hülsenfrüchte, in Tee und in Nahrungsergänzungsmitteln, den sogenannten Superfoods gefunden. Diese trugen das Prädikat „Öko“. Auch 2017 verbesserte sich die Situation nur minimal. Bei immer noch 7 von 19 untersuchten Proben waren die festgesetzten Höchstwerde für einen oder mehrere Werte überschritten.

Nur jeder zehnte Betrieb arbeitet nach Öko-Grundsätzen

Die ökologisch bewirtschafteten Flächen in Deutschland werden immer größer. In Baden-Württemberg sind es gut 15.000 Hektar und somit 10,6 Prozent der Agrarfläche. Knapp 3800 Betriebe arbeiten nach Öko-Grundsätzen. Nach Hinweisen betrachteten Experten die Produkte genauer. Dabei stellte sich heraus, dass 65 Prozent von 445 auf Pestizide geprüfte Bio-Proben frei von jeder Belastung waren. Gut 29 Prozent erhielten geringe Spuren und bei 6 Prozent überstiegen die Proben den Orientierungswert von 0,01 Mikrogramm Pflanzenschutzmittel pro Kilo – ein Wert, ab dem geprüft wird, ob der Betrieb gegen gesetzliche Regelungen für den ökologischen Landbau verstößt.

Umsatz Bio-Lebensmittel steigt weiterhin

Der Anteil an beanstandeten Proben ist mit 46 Prozent erschreckend hoch. Bei Superfoods lag in 86 Prozent der Fälle ein Kennzeichnungsverstoß vor. „Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Kennzeichnung und Bewerbung von Nahrungsergänzungsmitteln in großem Umfang, gerade auch im Internet, unzutreffend ist“, so Referatsleiterin für Lebensmittel des MLR Petra Mock.


Bildquelle: Pixabay, 3295342, SEMSEMS


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