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Girl Power aus dem Lehrbuch: von Cat Woman bis Wonder WomanSuperhelden sind nicht unbedingt die weiblichste aller Domänen. Kaum jemand, der bei Superhelden nicht an männliche Muskelprotze wie Superman oder Batman denkt, dabei spielen in den Comics auch Frauen eine entscheidende Rolle.





Wahre Heldinnen

Eine der ersten großen Heldinnen der Comicbücher war die Amazone Wonder Woman. Mit dem Lasso der Wahrheit und dem unsichtbaren Jet dürfte sie neben den Comics auch noch aus der 70er-Jahre-TV Show bekannt sein. In den klassisch amerikanischen Farben gehört Wonder Woman außerdem zur Justice League of America und steht seit 1942 auch ohne Kostüm für das Bild der modernen Frau.

Filmisch durch Michelle Pfeiffer und Anne Hathaway verewigt ist auch die katzengleiche Diebin Cat Woman. Die Personifizierung des englischen Begriffes „Cat Burglar“ (zu Deutsch ein besonders geschickter Dieb) Selina Kyle geht im engem Lederkostüm und Peitsche auf Juwelenjagd. Dabei unterhält sie auch eine ambivalente Beziehung zu Batman, dem sie aus ehrbarem Rechtsverständnis trotz ihrer kriminellen Ader von Zeit zu Zeit hilft. Ihr aufreizendes Äußeres verdreht nicht nur Gotham den Kopf, sondern bescherte DC in den USA auch Ärger mit dem Hayes Code der einstigen Zensurbehörde. Wer so viel Frauenpower unterstützen möchte, ohne sich in hautenges Ganzkörperleder zu zwängen, kann auch ein Catwoman-Shirt online bestellen (zum Beispiel hier erhältlich).

Auch Supergirl entstammt dem DC-Universum und besitzt als Abkömmling Kryptons die gleichen Kräfte wie Superman. Der Blondschopf im blau-roten Kostüm ist sogar die Cousine des Manns aus Stahl.

Mehr als weibliche Schatten

Verlagshaus Marvel setzte zwar auch auf weibliche Spiegelbilder der männlichen Helden, wie etwa She Hulk oder Spider-Woman, besitzt aber auch eine Bandbreite an eigenständigen Heldinnen. So etwa die Telepathin Jean Grey, die Mutantenbürgerrechtlerin Mystique oder SHIELDs Top-Agentin Black Widow, die sogar ohne Superkräfte Schurken das Fürchten lehrt.

Selbst abseits der Mainstream-Comics sorgen immer wieder Frauen für die entscheidenden Impulse. Die moralkritische Grafiknovelle „Watchmen“ etwa setzt Silk Spectre als entscheidendes Gegengewicht zu Comedian und Co. ein und auch Mark Millars „Kick-Ass“ inszeniert die weibliche Protagonistin Hit Girl als wahre Superheldin – tough, frech und trotz ihres jungen Alters den Männern überlegen.

Superfrauen oder super Frauen?

Spätestens seit dem Silver Age von DC und Marvel haben sich auch die Frauenrollen in beiden Comic-Universen deutlich verändert. Weibliche Leserinnen finden in den Superheldinnen ebenso Rollenvorbilder wie heranwachsende Jungs. Und schließlich beweisen die Comics nicht nur, dass Frauen ebenso heldenhaft sein können wie Männer, sondern zeigen selbst Damen ohne Superkräfte immer wieder als Heldinnen, die sich dem Kampf des (außergewöhnlichen) Alltags stellen.

Bildquelle: antipathique – Fotolia