Von cool bis peinlich – Hauptsache in

Das Auftauchen der Hipster zeigt wieder einmal deutlich, dass „Schönheit“ nicht unbedingt ein Kriterium dafür ist, ob ein Trend angesagt ist oder nicht. Wer hätte noch vor ein paar Jahren gedacht, dass Pornobalken im Gesicht und Hornbrille auf der Nase irgendwann mal wieder angesagt sein werden. Doch so ist das nun mal mit der Mode. Neben manch zeitlos Schönem versorgt sie und mit allerlei Peinlichkeiten. Wenn die Hipster von heute irgendwann mit ihren Kindern am Küchentisch sitzen, dann werden sie deren befremdliche Blicke mit den Worten kommentieren. Das trug man halt damals so. Eine Situation, die die heute zwischen 40 und 55-Jährigen sicher schon durchgemacht haben, denn vieles was „man“ in den 80ern trug, gilt aus heutiger Sicht als Geschmacksverirrung.

Dauerwelle, Stirnband, grelle Farben

Die 1980er gelten nicht zu Unrecht als das Jahrzehnt, in dem sich die verschiedenen Jugendkulturen vielleicht am deutlichsten voneinander abhoben. Es gab nicht mehr die eine, alles dominierende Stilrichtung, sondern zahllose Jugendkulturen existierten quasi nebeneinander: Popper und Punks, Heavy-Metal-Fans, Skinheads, Waver und andere beeinflussten mit ihren typischen Accessoires den Mainstream. Frauen wie Männer trugen Dauerwelle, Stirnband und Stulpen, kleideten sich in knallige Farben und kombinierten Stücke miteinander, die noch wenige Jahre zuvor als absolutes No-Go galten. Heute werden diese Outfits meist nur noch zu den beliebten 80er-Jahre-Partys aus der Mottenkiste geholt, findige Designer bedienen den Trend mit passenden Neuentwürfen.

Enge Hosen für echte Männer

Eines der Kleidungsstücke, das in den 1980er extrem angesagt war, ist die Spandex-Hose. Die  wurde nicht nur von Aerobic-Turnerinnen getragen, sondern auch von vielen Heavy-Metal-Fans. Während erstere eher Farben wie violett der rosa bevorzugten, mussten die Metal-Spandex-Hosen (im  Rahmen der Möglichkeiten) „martialisch“ wirken. Beliebt waren zum Beispiel rot-schwarz-gestreifte Modelle oder solche mit Flammenmustern. Gegner dieser Optik witzelten, dass der im 80er-Metal typische schneidend hohe Gesang eine Folge der zu engen Hosen sei.

Minimale Peinlichkeit dank passender Unterwäsche

Wer heute solch ein Stück ergattern will, vielleicht um damit auf eine 80er-Party zu gehen, der wird meist in Kostüm-Shops fündig oder auf Ebay & Co. Allerdings gilt zu beachten, dass man unter den eng anliegenden Elastanbeinkleidern unbedingt seamless Unterwäsche, also nahtlose Slips oder Boxer tragen sollte, weil sich sonst die Unterhose unschön abzeichnet. Auch empfiehlt es sich, unter hellen Hosen keine dunkle Wäsche zu tragen.

Bilddatei: TheEckman – Fotolia

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