By - - Kommentare deaktiviert für Starke Frauen vorgestellt: ein Mutmacher für moderne Amazonen

Eher selten nimmt heute noch jemand die Bezeichnung „schwaches Geschlecht“ in den Mund, denn zu erdrückend sind die Beweise, dass Frauen sich auf sämtlichen Gebieten des Alltags zu behaupten wissen. Einige Damen tun sich dabei besonders hervor, sie nehmen die Dinge auf ihre ganz eigene Art in die Hand und ernten dadurch Ruhm und Erfolg.

Clevere Tatort-Kommissarin

Die Schauspielerin Maria Furtwängler, die übrigens einen Doktortitel besitzt, gehört zu diesen modernen „Macherinnen“; sie glänzt seit Jahren als clevere Tatort-Kommissarin auf den deutschen Bildschirmen. Regelmäßig schauen ihr über neun Millionen Menschen dabei zu, wie sie sich durch die Widrigkeiten ihres Jobs kämpft, um schließlich den kriminellen Übeltäter zu überführen. Aus ihrer Schauspielerei spricht wahre Leidenschaft, sonst wäre sie keine derart überzeugende Darstellerin! Privat steht sie für andere Menschen ein und engagiert sich auf vielerlei Weise für eine gerechtere Gesellschaft. Sie kämpft weltweit für Frauenrechte und die Förderung weiblicher Führungskräfte. Ihre ehrenamtlichen Bemühungen wurden im Jahr 2003 mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt; den eingeschlagenen Weg setzt sie trotz ihrer doch anstrengenden Karriere bis heute fort. Ein Hauch von Glamour haftet ihr bei öffentlichen Auftritten an, doch dahinter steckt eine starke Frau mit Herz, die sich deutlich sichtbar auch um die Schwachen sorgt: Eine bewundernswerte Kombination, die dafür sorgt, dass Maria Furtwängler stets auf positive Weise in den Schlagzeilen bleibt.

Gründerin Katarzyna Mol-Wolf

Das moderne Frauenmagazin „Emotion“ für selbstbestimmte Leserinnen hat ein Gesicht, nämlich das der Verlegerin und Autorin Katarzyna Mol-Wolf. Die Aspekte Psychologie und Persönlichkeit stehen im Mittelpunkt dieser Zeitschrift, die vor einiger Zeit kurz vor der Einstellung stand. Mol-Wolf hatte das Konzept für Gruner+Jahr geschaffen und betätigte sich von Anfang an als zuständige Leiterin. Dann beschloss der Verlag das Ende dieses ebenso informativen wie emotionalen Blattes, das bereits so vielen Frauen ans Herz gewachsen war! Katarzyna Mol-Wolf rief daraufhin ihren eigenen Verlag „Inspiring Network“ ins Leben und kaufte das Magazin, ein sogenanntes „Management Buy-out“, das es bis dato in der Verlagswelt noch nicht gegeben hatte. Damit schuf sie nicht nur die Grundlage für viele weitere Jahre „Emotion“, sondern rettete auch einige Arbeitsplätze, die sie wiederum dafür nutzte, eine weitere inspirierende Zeitschrift auf den Markt zu bringen: das Philosophiemagazin „Hohe Luft“. Ein wunderbares Beispiel für eine Frau, die sich im Berufsleben nicht unterkriegen lässt!

Iron Maiden

Olivia „Liv“ Boeree führt ein völlig anderes Leben, sie betätigt sich als Fernsehmoderatorin, Model, Astrophysikerin und Pokerspielerin. Ihr Nickname „Iron Maiden“ – eiserne Jungfer – spricht in diesem Zusammenhang Bände! Einen ihrer größten Erfolge feierte sie bei der European Poker Tour (EPT) im Jahr 2010, als sie beim San Remo Main Event mehr als 1,6 Millionen Dollar abräumte. Auch die World Series of Poker (WSOP) stellte einen Meilenstein ihrer Karriere dar, das Turnier wird inoffiziell als Pokerweltmeisterschaft angesehen. Es besteht aus zahlreichen individuellen, hochdotierten Einzelturnieren, die Liv und ihren Freund Igor Kurganov zu Höchstleistungen anspornten. Sie räumten bei einem Team-Turnier als Sieger satte 270.000 Dollar ab, doch ihren Sieg wollten sie nicht ganz allein genießen: Das Power-Paar spendete die Hälfte des Gewinns an die Organisation „Raising for Effective Giving“ (REG). Die Devise: „Gemeinsam gewinnen – gemeinsam teilen“ erscheint wirklich nachahmenswert, und tatsächlich ist es ein Ausdruck wahrer Stärke, sich von einem derart hohen Geldbetrag zu verabschieden, der schließlich doch einigen Schweiß und ein paar Tränen gekostet hat.

Die jüngste Parlamentsabgeordnete Österreichs

Brigitte Ederer blickt auf eine Bilderbuchkarriere mit zahlreichen beneidenswerten Positionen in Gesellschaft und Politik zurück. Die Österreicherin war einst die jüngste Parlamentsabgeordnete ihres Landes, arbeitete sich zur EU-Staatssekretärin hoch und avancierte schließlich zur Finanzstadträtin Wiens. Im Anschluss übernahm sie den Posten der Generaldirektorin bei Siemens Österreich und wurde Vorstandsmitglied bei Siemens Deutschland. Doch an dieser Stelle ist noch längst nicht das Ende in Sicht, Brigitte Ederer mauserte sich zur veritablen Industriemanagerin! Seit dem Jahr 2010 nimmt sie den Posten der Obfrau des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie in der österreichischen Wirtschaftskammer ein, von 2014 bis 2018 war sie außerdem die Aufsichtsratsvorsitzende der Österreichischen Bundesbahnen. Aktuell fungiert sie als Aufsichtsrätin mehrerer international erfolgreicher Konzerne wie Boehringer Ingelheim und Infineon. Bei dieser Biographie klappt dem Durchschnittsbürger schnell mal die Kinnlade herunter, doch Frau Ederer trägt ihr persönliches Karrierefeuerwerk mit maximaler Gelassenheit.

Stärke lässt sich auf verschiedenen Wegen beweisen, entweder an den Hebeln der Macht, im sozialen Engagement oder schlicht im ganz normalen Alltag. Die ganz große Karriere ist dafür sicher nötig, sondern das Einzige, was zählt, ist ein tougher Charakter – und ein weiches Herz für diejenigen, die Hilfe brauchen.

 

Bild: Thinkstock, 476188522, iStock, shironosov 

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