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Über 250 Hersteller präsentierten Anfang März ihre Neuheiten für Autobegeisterte im berühmten Genfer Autosalon. Wer glaubte, wirkliche Neuheiten und Innovationen zu finden, wurde enttäuscht. Die kränkelnde Branche setzt trotz anhaltender Absatzprobleme auf Luxuskarossen und Modellvarianten. So warteten zahlreiche SUVs und Sportwagen mit extrem hohen PS-Zahlen auf potenzielle Käufer.

Der Kampf mit der Absatzflaute

Dank der Abwrackprämie stehen die Automobilhersteller jetzt vor einem gesättigten Markt. Der Blick auf das Verkaufsjahr 2012 spricht eine erschreckende Sprache: einen Umsatzeinbruch von 16 auf 12 Millionen verkaufter Neuwagen, diesen Einbruch erlebte die Branche zuletzt 1995. Zeit also, mit innovativen Ideen und außergewöhnlichem Autodesign neue Käufer zu gewinnen. Wer sich mit diesem Vorhaben auf dem Genfer Automobilsalon umblickte, wurde leider enttäuscht. Die Hersteller setzten vor allem auf viel PS im Luxussegment und modifizierten Modellen für den Otto-Normal-Verbraucher. Wirklich innovativ sind sie dabei nicht geworden.

Man nehme: einen SUV, bitte!

Die beliebten Automodelle werden nach wie vor von vielen Produzenten hoch gehandelt und entsprechend groß ist das Angebot. Für die Kostenminimierung wurden für viele kleinere SUV-Modelle keine komplett neuen Karosserien entwickelt, sondern sich bereits vorhandener Modellplattformen. Die daraus resultierenden moderaten Preise erfreuen natürlich auch den Käufer. Modellneuheiten in diesem Segment sind beispielsweise der Renault Capture und der Opel Mokka. Aber auch bei den anderen Karosserieformen wird sich bei bereits vorhandenen Modellen bedient: Ein wenig Umbau macht aus dem Astra das Opel Cabriolet Cascada, der 2008 von Peugeot basiert auf dem 208. Den Golf VII gibt´s als GTD-Variante. Im Luxussegment gibt es vor allem jede Menge Leistung. La Ferrari mit fast 1000 PS ist hier der Spitzenreiter – der Spano des Herstellers GTA immerhin 800PS. Brabus und Mercedes liefern eindrucksvolle Modelle zu vergleichsweise moderaten Preisen. Car-Wrapping, ein Trend, der unabhängig von den Entwicklungen der Automobil-Hersteller ist, sind hier zu entdecken. Mit Spezialfolie lässt sich die Optik Ihres PKW binnen Stunden komplett verändern, ohne dass der Lack beschädigt wird. So können Sie getrost auf die Neuentwicklungen des kommenden Jahres warten und ihren bisherigen Wagen noch etwas länger im neuen Gewand fahren.

Viele Modelle, wenig Neues

Luxusliebhaber finden sicherlich gefallen am diesjährigen Angebot. Für den Durchschnittskäufer jedoch ist die Palette relativ unspektakulär und einfallsarm, wenn man nicht gerade SUV-Fan ist. Vor allem die zukunftsweisenden Hybrid- und Elektroautos kamen in Genf überhaupt nicht zum Tragen. Hier fand man nur vereinzelte Modelle von VW und Audi. Die mobile Zukunft liegt wohl, wenn es nach den Herstellern geht, weiterhin im Benzin.

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