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Köln (dpa-infocom) – Wem zum Joggen oder Radfahren die Motivation fehlt, der sollte es mal mit Forró probieren. Der Tanz aus Basilien verbessert nicht nur die Ausdauer, sondern sorgt mit seinen fröhlichen Klängen auch ganz schnell für gute Laune. Nicht mitzumachen, fällt schwer.

«Tanzen macht fit, trainiert die Koordination und damit auch das Gehirn. Besonders geschult werden Bewegungs- und Taktgefühl», sagt Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Wer lange durchhält, verbraucht zudem einige Kalorien. Einen besonderen Ansporn bietet hier Forró.

Der Musik- und Tanzstil Forró stammt ursprünglich aus dem Nordosten Brasiliens und ist der meist gestanzte Paartanz Brasiliens. Der einfache Grundschritt wurde in den 80er Jahren von Studenten aufgenommen und mit Drehfiguren verziert. Seitdem wächst die Popularität des Forró und hat in den letzten Jahren vor allem Europa mit dem Tanzfieber angesteckt.

Festivalangebote gibt es in mehr als 65 verschiedenen Städten in Europa pro Jahr. Auch in Deutschland begeistert der Tanz eine Fangemeinde, die weit über die brasilianische Community hinausreicht. Regelmäßige Forró-Partys, Tanzkurse und Workshops gibt es in vielen deutschen Städten.

Ein Grund für die Beliebtheit ist die vielfältige, lebensfrohe Musik mit den typischen Klängen von Zabumba, Sanfona und Triangel. Zudem ist Forró vergleichsweise zu anderen Paartänzen einfach zu erlernen. Schon nach ein paar Stunden können der Grundschritt und erste Figuren frei und eigenständig getanzt werden. Ein weiterer Unterschied: Im Forró gibt es keine einstudierten Choreographien. Dadurch wirkt der Tanz natürlicher und spontaner als andere Gesellschaftstänze und die offenen Schrittfolgen und variablen Geschwindigkeiten lassen viel Raum für Kreativität.

Der Tanz wird sowohl in enger, als auch offener Tanzhaltung getanzt und ist je nach Lied lustig, schnell und mitreißend oder aber langsam und sinnlich. Durch seine fließenden Bewegungen und eingängigen Rhythmen zieht Forró jeden schnell in seinen Bann.

Fotocredits: epa efe Cezaro De Luca

(dpa)