Effizient und zuverlässig: Deutsche Familienunternehmen

FamilienbetriebJeder Zehnte Berufstätige in Deutschland geht einer selbstständigen Tätigkeit nach, in den letzten 30 Jahren ist die Anzahl an Freiberuflern kontinuierlich gestiegen. Dabei bleibt das Familienunternehmen – in Deutschland aber auch weltweit – ein außerordentliches Erfolgsmodell der Wirtschaft. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Industrie sind 90 Prozent der vier Millionen deutschen Betriebe von Familien oder Inhabern geführte Firmen. Laut dem Institut für Mittelstandsforschung stellen sie mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland. Sie sind damit mit Abstand Deutschlands wichtigster Arbeitgeber. Und ein Rückrat der Gesellschaft. Die 50 größten deutschen Unternehmen, bei denen eine Einzelperson oder eine Unternehmerfamilie das Sagen hat, erwirtschafteten im Jahr 2013 zusammen einen Umsatz von 938 Milliarden Euro.

Eile mit Weile: Krisenresistenz durch langfristiges Planen

Familienunternehmen verwalten ihr eigenes Geld. Das führt fast immer dazu, dass sie mit Geld vorsichtiger umgehen, als ihre Konkurrenten. Der Erhalt des Unternehmens und die spätere Übergabe an nächste Generationen der Familie sind wichtigstes Ziel, daher wird auf Kontinuität gesetzt, auf kurzfristige Maximierung der Profite eher nicht. Das risikoärmere Vorgehen hat zum Beispiel Familienbetriebe des Mittelstandes in Krisenzeiten oftmals besser dastehen lassen als ihre Konkurrenten. Häufig sind in einem Familienunternehmen auch gleich mehrere Generationen an der Firma beteiligt, oder wie beispielsweise im dem über 160 Jahre alten Familienunternehmen Schwarz Cranz übernahm die Enkelin die Geschäfte des Großvaters und führt seit Jahren erfolgreich das Traditionsunternehmen.

Mitarbeiter in Familienbetrieben sind oft glücklicher

Mitarbeiter von Familienbetrieben sind häufig motivierter als Angestellte der Konkurrenz. Wer für ein Familienunternehmen arbeitet, tut dies in der Regel auch dauerhafter. In Sachen Durchhaltevermögen gehen die Chefs mit gutem Beispiel voran: Im Schnitt sitzt sitzen sie zwanzig Jahre im Chefsessel. Einige von ihnen aber auch deutlich länger. Die Zuverlässigkeit der Führungsspitze zeigt sich auch in weniger verunsicherten Mitarbeitern. Sie müssen nicht unter einem häufigen Kurswechsel leiden.


IMG: Thinkstock, iStock, Catherine Yeulet



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