By - - Kommentare deaktiviert für Zart statt hart

„Warum gerade ich?“ – Menschen, die unter Rosacea leiden, hadern oft sehr mit ihrer Erkrankung. Verständlicherweise, denn die damit verbundenen Gesichtsrötungen und Entzündungsreaktionen sind bei einem akuten Schub deutlich sichtbar. Trotzdem wissen viele Betroffene nichts von ihrer Krankheit, verwechseln die Symptome mit einer Allergie oder Akne. Darum sollte jeder, der unsicher ist oder bereits einen Verdacht auf Rosacea hat, einen Dermatologen aufsuchen.

Sanfte Reinigung ohne Rubbeln

Zwar ist Rosacea nicht heilbar, lässt sich aber mit der richtigen medizinischen Therapie und der richtigen Hautpflege meist gut in Schach halten. So sind eine sanfte Reinigung und gewissenhaftes Abschminken essenziell. Morgens und abends sollte das Gesicht mit nur lauwarmem Wasser gewaschen werden, denn zu heißes oder zu kaltes Wasser reizt die Blutgefäße. Dabei am besten keine Seife, keine fettigen oder stark ölhaltigen Produkte verwenden. Geeignet sind pH-hautneutrale Formulierungen, die die Haut nicht austrocknen und die Hautbarriere schonen, wie „Cetaphil RednessControl Milder Reinigungsschaum“. Beim Abtrocknen nur zart tupfen, niemals rubbeln. Wurden vom Arzt Medikamente zum Auftragen auf die Haut verschrieben, kommen diese im Anschluss zum Einsatz.

Für die weitere Pflege sollte man Produkte ohne reizende Inhaltsstoffe wie Parfüm, Menthol oder Alkohol wählen. Darüber hinaus ist es wichtig, darauf zu achten, dass Cremes und Co. für empfindliche zu Rosacea neigende Haut geeignet sind, die Kennzeichnung „nicht komedogen“ tragen und nicht zu fetthaltig sind. Unter www.rosacea-info.de gibt es weitere Informationen. Zum Schminken von Rötungen sind besonders Lotionen oder Make-ups empfehlenswert, die leichte Grünpigmente enthalten. Pflegeprodukte und Make-up können in einem Rosacea-Tagebuch festgehalten werden. Dies hilft Betroffenen, ihre Auslöser zu vermeiden.

Sonnenschutz das ganze Jahr

Da Sonne einer der Hauptauslöser von Rosacea ist, sollten Betroffene außerdem jeden Tag einen Sonnenschutz verwenden, um neue Krankheitsschübe zu vermeiden. Dabei ist ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30 LSF empfehlenswert. In der warmen Jahreszeit ist es sinnvoll, die aggressive Mittagssonne ganz zu meiden und sich lieber ein angenehmes Schattenplätzchen zu suchen.(djd). 

Foto: djd/www.rosacea-info.de/Robert Kneschke – Fotolia

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