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3D-Drucker revolutionieren Produktionsabläufe und die Hobbywelt. Doch an Schmuck denkt man dabei nicht sofort. Dabei gibt es vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und Vorlagen für den 3D-Drucker.



Einen Verlobungsring aus Edelmetall samt Diamant wird man sicher nicht aus dem 3D-Drucker zaubern können. Denn 3D-Druck mit Metall befindet sich noch in der Entwicklung und entsprechende Geräte gibt es bislang nur in Forschungsabteilungen.

Modeschmuck aus dem 3D-Drucker bieten einige Onlineshops, die die Stücke selbst fertigen, allerdings bereits an. Der 3D-Drucker-Aspekt spielt hier vor allem als eine besondere Form von Designer-Schmuck eine Rolle, Vorlagen für Schmuckstücke im Netz bestellen und zuhause ausdrucken gibt es bei diesen Anbietern nicht.

Schmuck aus dem 3D-Drucker zuhause

Doch auch mit 3D-Drucker für den Privatgebrauch lassen sich Schmuckstücke herstellen. Einschränkung: das mögliche Material. 3D-Drucker für den Privatgebrauch arbeiten mit Kunststoffen, die mithilfe einer Düse in dünnen Schichten dreidimensional in Form der gewählten Vorlage aufeinander geschweißt werden. Für Schmuckstücke, die mit der Haut in Berührung kommen, empfiehlt sich Feinpolyamid (Nylon), das sehr hautverträglich ist. 3D-Drucker für den Privatgebrauch, wie hier zu sehen, bekommt man mittlerweile schon ab 500 Euro. Frei verfügbare Vorlagen, auch für Schmuck, gibt es in Internet-Datenbanken wie dieser.

Natürlich eignen sich Anhänger und Broschen für 3D-Drucker besser als Ringe und Armreifen, denn der richtige Pass lässt sich am beim Entwurf der Vorlage am PC nur schwer abschätzen.

Vorlagen für den 3D-Drucker entwerfen

Die Vorlagen für den 3D-Drucker nennt man CAD-Dateien. CAD steht für Computer-aided-design, also Computer-gestütztes Entwerfen. Für so eine Datei benötigt man ein entsprechendes Programm. Diese Software gibt es sowohl kostenlos als auch zum Kaufen. Die Bezahlversionen haben den größeren Funktionsumfang, doch für erste Gehversuche reicht den meisten vermutlich eine Umsonst-Variante. Einen Überblick gibt es hier.

Ein Problem für den privaten Schmuckdesigner sind die Kosten. Zwar sind die Kunststoffe für den 3D-Drucker in den vergangenen Jahren günstiger geworden, doch 750 Gramm bekommt man ab 20 Euro. Da sollte es nicht zu viele Fehldrucke geben.


Bild: Thinkstock, 484373715, iStock, Sebastien_B