By - - Kommentare deaktiviert für Online-Shopping: Vorsicht vor der Schuldenfalle

Artikelgebend ist das Online-Shopping als Schuldenfalle. Die Zahl der überschuldeten Privatpersonen in Deutschland stagniert in den letzten zehn Jahren auf hohem Niveau. Regelmäßig sind zwischen sechs und sieben Millionen Menschen von diesem Problem betroffen. Nicht immer liegen die Gründe dafür in plötzlicher Arbeitslosigkeit oder den finanziellen Folgen einer Scheidung. Denn auch übersteigertes Online-Shopping kann schnell in die Schuldenfalle führen.


Der Online-Handel verschärft die Probleme

Das Konsumverhalten hat sich in den letzten Jahren maßgeblich gewandelt. Vor allem der Online-Handel verzeichnet laufend hohe Zuwachsraten. Bei vielen Verbrauchern geht bei dieser Form des Einkaufens die Übersicht über Einnahmen und Ausgaben verloren. Verschärft wird diese Problematik durch die Tatsache, dass immer mehr Unternehmen gewillt sind, Verbrauchern Waren auf Kreditbasis zu verkaufen. Wer im Internet nach Ratenkrediten oder Ratenkauf sucht, wird in der Regel schnell fündig. Bei vielen dieser Modelle ist eine genauere Prüfung der Bonität des jeweiligen Kunden nicht zwingend vorgesehen. Im schlimmsten Fall kann auf diese Weise eine Spirale in Gang gesetzt werden, die in Form von Mahnungen und Vollstreckungsbescheiden schnell in Richtung Privatinsolvenz abgleiten kann.

Rechtzeitiges Handeln spart viel Geld

Das größte Problem im Rahmen einer sich einschleichenden Überschuldung ist die Scham, die viele Menschen in diesem Zusammenhang empfinden – das Problem wird dementsprechend verdrängt. Die Folge ist, dass Zinsen und Gebühren die Schuldenlast so vergrößern, dass am Ende kein Ausweg außer dem der Privatinsolvenz mehr offen steht. Deshalb ist ein rechtzeitiger Gang zu einem Schuldenberater ein wichtiger Schritt (Hilfe finden Sie zum Beispiel auf schuldendirekthilfe.de). Sofern das Maß der Schulden noch überschaubar ist, kann mit den Gläubigern möglicherweise ein Kompromiss gefunden werden. Dies ist nicht zuletzt deshalb von entscheidender Bedeutung, weil eine Privatinsolvenz nicht nur ein langwieriges Verfahren ist, sondern zudem auch nur einmal im Leben durchgeführt werden kann. Zudem verändert die zur Durchführung notwendige mehrjährige Wohlverhaltensphase die eigene Lebenssituation nachhaltig.

Die Zahl überschuldeter Frauen nimmt zu

War das Problem der Überschuldung lange Zeit vor allen Dingen ein männliches, so hat in den vergangenen Jahren der weibliche Anteil deutlich zugenommen. Auch sonst ist keine Bevölkerungsgruppe von dieser Problematik ausgenommen. Die Zahlen steigen sowohl bei jungen Erwachsenen wie auch bei Rentnern. Während sich bestimmte Schicksalsschläge wie Arbeitslosigkeit oder Krankheit nicht vermeiden lassen, kommt es dagegen beim eigenen Konsumverhalten darauf an, im Internet das richtige Maß zu bewahren.


Image: George Dolgikh – Fotolia

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