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Einmachen liegt im Trend. Schon zu Großmutters Zeiten wurde die Ernte aus dem eigenen Garten zu Vorräten in Einmachgläsern verarbeitet. Und auch heute wird aus Obst und Gemüse wieder leckeres gezaubert. Dabei ist ein eigener Garten kein Muss. Auch auf dem Markt kann man saisonales Obst und Gemüse kaufen und sogar einige Supermärkte bieten regionale Waren, die zum Einkochen gut geeignet sind.

Vakuum sorgt für Haltbarkeit

Das Prinzip ist einfach: Klassischerweise wird das Obst gekocht und heiß in ein Schraubglas gefüllt. Beim Abkühlen entsteht ein Unterdruck, der dafür sorgt, dass die Lebensmittel luftdicht verschlossen und damit haltbar verwahrt sind. Bei den klassischen Einmachgläsern hingegen wird das Obst oder Gemüse erst eingefüllt und dann – abgedichtet mit Gummiring, Deckel und Klammern – im Wasserbad gekocht. Wie lange die jeweiligen Sorten brauchen, um gar zu werden, lässt sich in Tabellen mit Richtwerten nachschauen. Wichtig ist, dass die Behälter vor dem Einfüllen steril gemacht wurden, damit sich keine Keime darin befinden. Dann kann die Haltbarkeit des Essens in den Gläsern bis zu mehreren Jahren betragen.

Gurken mit Johannisbeeren

Bei den Rezepten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Natürlich können Obst und Gemüse wie beispielsweise Bohnen oder Kirschen einzeln eingekocht werden. Spannender wird es aber mit dem Zusatz von Kräutern oder Gewürzen. Mit letzteren lässt sich auch beispielsweise Zwetschgenmus aufpeppen. Nelken oder Sternanis sorgen für eine besondere Note. Beim Einmachen von Essiggurken müssen nicht unbedingt immer Zwiebeln und Senfkörner verwendet werden. Statt Essig können für die Säure auch Johannisbeeren sorgen. Für Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen auch Chutney (zum Beispiel aus Tomaten oder Zwetschgen) sowie selbstgemachter Ketchup. Dafür kann auch Rote Beete verarbeitet werden. Und auch (fast) komplette Gerichte wie Gemüseragout lassen sich einkochen.

Besondere Weihnachtsgeschenke

Einmachen dauert mehrere Stunden – doch die Arbeit lohnt sich. Denn wer die Lebensmittel selbst zubereitet, kann sie frei von industriellen Zusätzen, übermäßigem Zuckergehalt und bio einkochen. Außerdem reicht in der kalten Jahreszeit dann der Gang zum Vorratsregal, kurz warm gemacht und schon haben Sie ein gutes Essen.

Bild: pixabay.com, RitaE, 1523723