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Mode digital: So viel Technik steckt in der Fashion-WeltMode und Technik sind nicht nur die dominierenden Themen, wenn es um Neuentwicklungen geht, sondern verschmelzen auch immer mehr. Doch wie sind Technik und Mode miteinander kombinierbar und was bringt diese Paarung?

Die Kleidung der Zukunft: Fashion meets Technology

Ein Kleid, das für jede Laune die passende Farbe hat? Dank moderner Technik ist das tatsächlich möglich, denn feine, in den Stoff eingearbeitete LEDs ermöglichen Farbwechsel, die das Kleid in immer neuem Glanz erstrahlen lassen. Doch solche Spielereien sind längst nicht alle Möglichkeiten, die die sogenannte „digitale Mode“ bietet.
Funktionskleidung für den Sport, die relevante Daten sofort an die Smartphone-App sendet, verspricht sogar die Gesundheit und Fitness des Trägers zu verbessern, während die vom Suchmaschinen-Giganten Google entwickelte Brille „Glass“ keine Frage des Alltags mehr offen und keinen Eindruck mehr ungesehen lässt.
Auch Handschuhe, die im Winter nicht nur warme Finger, sondern auch die uneingeschränkte Steuerung des Handys per Bluetooth ermöglichen, könnten uns in den kommenden Jahren in den Schaufenstern und Online-Shops sicherlich begegnen.

Eigene Kreativität und individuelles Design

Die Mode der Zukunft beinhaltet nicht nur mehr Technik, sondern kann auch mit derselben hergestellt werden. Kleidungsstücke von der Stange oder Trends vom Designer gehören im Zeitalter der 3D-Technologie der Vergangenheit an: mit Hilfe eines sogenannten 3D-Druckers, der aus verschiedenfarbigen Kunststoffkartuschen etwa basketballgroße Objekte erstellen kann, hat bald jeder die Möglichkeit, selbst von Zuhause aus zum Designer zu werden. Auf diese Weise kann man sich verschiedene Accessoires, wie Hüte, Brillen oder Schuhe, jeweils passend zum Outfit designen und auch gleich produzieren – ganz spontan, unkompliziert und absolut individuell.

Digitale Mode – Fluch oder Segen?

Die Ideen der digitalen Modedesigner sind breit gefächert und reichen von nützlichen Kreationen, wie etwa dem Smartphone-Handschuh bis hin zu Kleidungsstücken, die sich im Alltag wohl nie als tragbar erweisen werden. Wie viel digitale Mode wird es also von den Laufstegen dieser Welt tatsächlich in die Kleiderschränke der Menschen schaffen? Und ist es wirklich nötig, jederzeit und bei jeder Tätigkeit vernetzt zu sein?
Müssen unsere Schuhe und Taschen tatsächlich in der Lage sein, W-LAN-Hotspots aufzuspüren? Eigenes Produktdesign mittels eines 3D-Druckers bereitet hingegen Spaß und kann Kleidungsstücke mit individuell gestalteten Accessoires aufpeppen. Hier stehen die Freude an der Kreativität und das selbst produzierte Einzelstück im Vordergrund.

Digitale Mode im Überblick

Für Technik-Freaks und Multimedia-Begeisterte kann die digitale Mode tolle Möglichkeiten eröffnen, indem sie Alltagsprozesse aufzeichnet und koordiniert. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass etwa Sensoren in Kleidung als ständige Begleiter auch ständig unsere intimsten Daten, beispielsweise Körpertemperatur, Herzfrequenz oder Atmungsintervalle, aufzeichnen.
Etwas weniger vernetzt und aus Datenschutzaspekten unbedenklich sind Kleidungsstücke, die durch LEDs ihre Farbe wechseln oder mit einem Spezialdrucker selbst gestaltet wurden – hier liegt der Fokus klar auf dem Design-Vergnügen und der Freude an der Mode!

Bild: Thinkstock, iStock, lzf