By - - Kommentare deaktiviert für Digital-Diät: Frauen eitel bei Urlaubsfotos im Internet

Sommerliche Urlaubsfotos haben fast immer Sonne, Strand und Meer als Motiv, wobei sich die Urlauber auch gerne selbst ablichten und die Bilder anschließend ins Netz stellen. Dabei überlassen besonders Frauen scheinbar nichts dem Zufall und unterziehen den Aufnahmen vorher einer gründlichen Nachbearbeitung via Photoshop.


Rapider Gewichtsverlust per Mausklick

Vor 25 Jahren lud man nach dem Urlaub Freunde und Familie noch zum gemütlichen Dia-Abend ein und präsentierte die Urlaubsschnapsschüsse stolz auf der großen Leinwand. Papierbilder wurden entwickelt und sorgfältig beschriftet ins Fotoalbum eingeklebt. Heute sieht dies ganz anders aus:
In einer Zeit, in der Social Media allgegenwärtig ist, erfreuen sich auch Fotoplattformen wie Flickr oder Instagram eines extremen Nutzer-Zulaufes. Ähnlich wie auf Facebook und Co. lassen sich hier Fotos hochladen, wobei hier aber noch spezielle Foto-Filter zur Verfügung stehen, die natürlich auch sommerliche Strandaufnahmen aufwerten können. Laut einer Umfrage sollen aber 82 Prozent der Frauen die Fotos vor dem Teilen im Netz gezielt bearbeiten. Dabei möchten sie weniger das Gesamtbild optimieren, sondern sich eher selbst per Mausklick tunen. Mittels Photoshop oder anderen Bearbeitungs-Tools verschwinden dann Falten, Hautrötungen und natürlich das ein oder andere Kilo.

Soziale Netze und Celebrities bauen Druck auf

Die Umfrage eines britischen Diätmittelherstellers zeigt, dass 58 Prozent der Frauen selbst die Urlaubsfotos des Partners überprüfen und dabei sogar unvorteilhafte Aufnahmen löschen. Häufig finden sich die Betroffenen selbst zu dick und wollen auf jeden Fall verhindern, dass diese Bikini-Fotos die Runde machen. Häufig wird auch dann die Löschung von bestimmten Bildern verlangt, wenn diese von anderen ins Netz gestellt worden sind. Das ist jedoch noch lange kein Indiz, dass auf eine Essstörung hinweist. Nur wenn die Betroffene mit überhaupt keinem Foto zufrieden ist, kann das im schlimmsten Fall sogar auf eine gestörte Körperwahrnehmung hinweisen. Nicht ganz unschuldig an diesem Manipulations- und Foto-Verweigerungs-Trend sind unter anderem genau die Social Media Plattformen, die mittlerweile viele täglich nutzen und dort Bikini-Fotos von Stars oder extrem gut aussehenden Personen zu sehen bekommen. In den meisten Fällen sind auch hier Photoshop-Experten oder sogar Make-up-Artisten und Stylisten am Werk, so dass sich davon niemand einschüchtern lassen sollte.

Nichts gegen eine leichte Aufbereitung der Fotos

Wer regelmäßig auf Instagram oder auf Flickr Fotos postet (so wie hier), wird wohl kaum die Zeit finden, um jedes Bild bis ins Detail zu optimieren. Gegen eine leichte Bildbearbeitung spricht auch bei Bikini-Fotos nichts, solange nicht versucht wird, die Diät direkt am Monitor durchzuführen.

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